Posted by jusohsg on May 10, 2012 · Leave a Comment
In der heutigen Ausgabe der Duisburger Ausgabe der WAZ wurden Details über den Vertrag zwischen dem AStA der Universität Duisburg-Essen und der Verbraucherzentrale NRW bekannt. Für 32.000 Euro im Jahr bietet die Verbraucherzentrale NRW jeweils an einem Tag der Woche an beiden Campi der UDE eine kaum nachgefragte Sprechstunde an. Laut dem Bericht soll Stephan Krebs vom abgewählten RCDS die Kooperation eingefädelt haben. Entsprechend feiert er sich für diesem Deal auf der Website seines kommunalen Wahlvereins Junges Duisburg (JUDU) mit dem Hinweis, dass “die Beratung (..) für die Studierenden kostenlos” sei und “der AStA der Universität (..) die Kosten” übernehme.

Abgesehen von der Frage was JUDU mit dem AStA und seinen Mitteln zu schaffen hat, drängt sich der Eindruck auf, dass Herr Krebs kein Bewusstsein für die Herkunft der Gelder des AStAs hat. Der AStA hat keine eigenen Gelder, sondern verwaltet die der Studierenden! Die Aussage, dass die Beratung die Studierenden nichts koste, ist daher zumindest irreführend.
Die Frage, ob die Gelder für die Verbraucherzentrale überhaupt ohne Beschluss des Studierendenparlaments (StuPa) hätten verausgabt werden dürfen, muss noch geklärt werden. Denn auch hier gilt: Der AStA hat kein Geld! Die Studierenden haben Gelder und werden zuallererst durch das StuPa vertreten, dessen Beschlüsse (z.B. mit der VZ NRW zu kooperieren) der AStA auszuführen hat. Seit kurzem ist dieses Kräfteverhältnis zwischen StuPa und AStA wieder gerade gerückt. Dafür hat es der krachenden Abwahl der Listen RCDS, LAL, L.U.St. und LSD (die entweder marginalisiert wurden oder komplett aus dem StuPa geflogen sind) und einer neuen Mehrheit aus Juso HSG und GHG benötigt.
Posted by jusohsg on April 27, 2012 · Leave a Comment
Am 19.04.2012 veranstaltete der neue rot-grüne AStA der Universität Duisburg-Essen im Essener Audimax eine Podiumsdiskussion zur Landtagswahl 2012. Zu Gast waren Vertreter aller bisherigen Fraktionen des Landtags sowie der Piratenpartei. Sascha Lücker, Mitglied der Juso HSG, Referent für Hochschulpolitik und Organisator des Abends zieht ein positives Resumé: „Wir sind sehr glücklich, dass die Veranstaltung gut besucht war und wir – als AStA – schon zu Anfang unserer Wahlperiode unter Beweis stellen konnten, dass die Studierenden durchaus Interesse an Politik haben.“

Die DiskussionsteilnehmerInnen (von links nach rechts): Stefan Berger (CDU), Karl Schultheiß (SPD), Ruth Seidel (Grüne), Daniel Lucas (SDS, Moderator), Marcel Hafke (FDP), Gunhild Böth (Linke) und Joachim Paul (Piraten)
Die Anzahl der Gäste ließ nicht auf die Wahlbeteiligung zur letzten Wahl zum Studierendenparlament schließen (Die Wahlbeteiligung lag bei ca. 5%). Aus dem Plenum heraus entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit den LandespolitikerInnen, die der Studierende Daniel Lucas vom befreundeten SDS als Moderator leitete. Allen KandidatInnen war sehr gelegen daran, die Fragen der Studierenden zu beantworten; an Stelle geplanter 90 Minuten wurde volle drei Stunden diskutiert. Unter Anderem wurden die Positionen der Kandidaten zu den Themen Studiengebühren und –finanzierung, verfasste Studierendenschaften sowie Bologna-Prozess erörtert. Mit besonderer Neugierde befragten die Studierenden Marcel Hafke von der FDP, dessen Partei als einzige noch offen an „Studienbeiträgen“ festhält, und Dr. Joachim Paul, dessen Piratenpartei vermutlich erstmalig in den Düsseldorfer Landtag einziehen wird.
„Dies wird nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein“, verspricht Juso HSG Mitglied und AStA-Vorsitzender Felix Hesse, „wir hatten vor unserer Wahl angekündigt, die politische Willensbildung unserer Studierenden zu unterstützen und halten daran fest.“ Die nächsten politischen Veranstaltungen sind laut Sascha Lücker auch bereits in Planung: „Unsere Studierenden sind auch von der Kommunalwahl in Duisburg betroffen, also werden wir ihnen Veranstaltungen bieten, um sie zu informieren.“ Fest steht, dass der AStA sich zukünftig in Sachen Bildungs- und Wissenschaftspolitik nicht zurückhalten, sondern – im Gegensatz zur Vergangenheit – hierauf sein Hauptaugenmerk richten wird.
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