Senat verabschiedet Resolution zur Lage der Verfassten Studierendenschaft
Am Freitag, 03.12.2011 befasste sich der akademische Senat der Universität Duisburg-Essen auf Bitten der studentischen Mitglieder des Senats mit der Lage der Verfassten Studierendenschaft und insbesondere den chaotischen StuPa-Wahlen Ende November. Nach einem Bericht der Hochschulleitung zeigten sich die Mitglieder des Senats, die die Vorgänge bisher nur in den Medien verfolgt hatten, geschockt und verabschiedeten folgende Resolution einstimmig:
Der Senat beobachtet mit Sorge die Probleme, die im Zusammenhang mit der letzten Wahl zum Studierendenparlament aufgetreten sind. Er weist darauf hin, dass die demokratische Legitimation der Organe der Studierendenschaft ein hohes Gut darstellt. Es liegt nicht nur im Interesse der Studierendenschaft, sondern der gesamten Universität, dass ordnungsgemäße Wahlen durchgeführt werden. Daher ruft der Senat alle beteiligten Personen und Gruppen dazu auf, verantwortungsvoll zu handeln und für die gegenwärtige Situation zeitnah eine Lösung zu erwirken.
Die Ergebnisse der momentan laufenden gerichtlichen Auseinandersetzungen sollten nach Meinung des Senats in jedem Fall in die Planungen zukünftiger Wahlen mit einfließen. Der Senat bittet die Hochschulleitung, auch die Durchführung kommender Wahlen größtmöglich zu unterstützen.
Nochmals ausführlich: Juso HSG und GHG stellen alle vier studentischen Senatsmitglieder
Bei den Wahlen zum Senat vom 22. Bis 24. November 2011 haben wir als Juso Hochschulgruppe (Juso HSG) zusammen mit der Grünen Hochschulgruppe (GHG) ein sensationelles Ergebnis eingefahren. In der kommenden Legislaturperiode werden wir zusammen alle vier studentischen Mitglieder des Senats stellen.
Nachdem wir als Juso HSG im letzten Jahr bereits zwei und die GHG ein studentisches Senatsmitglied gestellt haben, konnten wir unsere Mandate durch eine gemeinsame Liste weiter ausbauen. Mit 61,8 Prozent der Stimmen haben wir die zweitstärkste Liste LiLi.SDS mit einem Abstand von fast 50 Prozent hinter uns gelassen, die anderen Listen (LAL, LSD und LHG), die allesamt weniger als 10 Prozent der Stimmen bekommen haben, sogar noch deutlicher.
Auf die vorderen Plätze innerhalb der Liste Juso HSG / GHG wurden Patrick Hintze, Robin Wilharm, Julia Staub (allesamt Juso HSG) und Felix Lütke (GHG) gewählt. Sie werden Euch im kommenden Jahr im Senat der Universität Duisburg-Essen vertreten. Mit Patrick Hintze und Robin Wilharm wurden die beiden Senatoren, die die Juso HSG im letzten Jahr stellte, wiedergewählt. Beide haben die Studierendenschaft in einer Vielzahl von Gremien vertreten und können daher auf eine langjährige Erfahrung in der akademischen Selbstverwaltung zurückblicken. Patrick Hintze ist zudem stellvertretender Vorsitzender des Senats, sodass die Studierenden mit seiner Wiederwahl auch weiterhin ein wichtiges Amt innerhalb der Hochschule inne haben. Mit Julia Staub und Felix Lütke sind zwei Neulinge im Senat, die allerdings keine Mühe haben werden sich in die Materie einzuarbeiten, da beide die Studierendenschaft auch in anderen Gremien der UDE vertreten. Julia Staub ist seit Anfang November Mitglied des Kuratoriums der Universitätsstiftung und Felix Lütke wurde in dieser Woche neben dem Senat auch in den Rat der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften gewählt. Mit dieser Zusammensetzung haben wir zum einen gutes Team für den Senat, es stellt aber zugleich auch einen Generationenwechsel dar, da zumindest Robin Wilharm in seine letzte Amtszeit in den Gremien der UDE geht.
Neben den vier regulären Senatsmitgliedern werden aber auch eine Vielzahl weiterer Kandidatinnen und Kandidaten von Juso HSG und GHG Verantwortung tragen: Es kommt immer mal vor, dass die Senatsmitglieder vertreten werden müssen. Im letzten Jahr hat das bei uns als Juso HSG immer geklappt, bei der GHG und insbesondere dem RCDS gab es dagegen öfters Personalprobleme, sodass wir Jusos uns oft alleine und mit nur zwei der vier studentischen Mitgliedern für die Interessen der Studierendenschaft einsetzten mussten. Da wir durch die neue Konstellation alle studentischen Senatsmitglieder selber vertreten können, gehören diese Schwierigkeiten ab Januar 2012 der Vergangenheit an.
Leider hat unser tolles Ergebnis einen Makel, den man bei aller Freude über den eigenen Erfolg anerkennen muss: Die Wahlbeteiligung war in diesem Jahr mit 4,4 Prozent (2009: 8,0; 2010: 8,1) absolut katastrophal! Von den 36.079 Wählerinnen und Wählern haben lediglich 1.496 eine gültige Stimmen abgegeben. Wir werden in den nächsten Wochen mit Sicherheit Ursachenforschung betreiben, aber soviel vorweg: Anders als in den Vorjahren haben wir auch für die Senatswahlen gezielt Wahlkampf gemacht. Wir haben unsere Ideen und Konzepte aufgeschrieben und im Rahmen unserer Möglichkeiten und mit hohem (v.a. privatem) Einsatz dafür geworben. All das kommt natürlich nicht dagegen an, dass neben Juso HSG und GHG kaum eine andere Liste nennenswert Wahlkampf betrieben hat und so keinerlei „Wahlkampfstimmung“ auf dem Campus verbreitet wird. Wenn dazu noch ein AStA keine rechtlichen Tricks bis hin zu mutmaßlicher Sabotage des Wahlgangs auslässt, um die Studierenden an ihrer Stimmabgabe zu hindern, muss man sich nicht wundern, wenn das Egal-Verhalten und die (Hochschul-)Politikverdrossenheit der Studierenden weiter gesteigert wird.
Bei denen die gewählt haben, wollen wir uns aber für unser tolles Ergebnis und das große Vertrauen bedanken. Wir verstehen die vielen Stimmen für uns als großzügige Vorschusslorbeeren, denen wir in 2012 gerecht werden müssen. Mit der Erfahrung des letzten Jahres können wir aber sagen: Dem werden wir gerecht werden! Aus einem guten „2-Mann-Team“ ist ein noch besseres „3-Mann-plus-Frau-Team“ geworden. Als Juso HSG haben wir uns große Ziele für die Senatsarbeit in 2012 gesetzt und mit der GHG haben wir dafür die besten Partner an unserer Seite.
Das Ergebnis der Senatswahlen mit Details zu allen Listen findet ihr hier.
Wir wollen echte studentische Interessenvertretung
Seit heute Morgen Punkt 10 Uhr sind auch die Wahlurnen für die Wahlen zum Seant geöffnet. Zeit Euch das Kapitel Der Senat – echte studentische Interessenvertretung aus unserem Wahlprogramm in übersichtlicher Kurzform zu präsentieren:
Was ist der Senat?
Der Senat ist das höchste Gremium der Universität, in dem Studierende ein Recht auf Mitwirkung besitzen. Der Senat ist nach Rektorat und Hochschulrat das wichtigste Gremium überhaupt. Zus einen Aufgaben gehören beispielweise der Erlass von Rahmenprüfungsordnungen oder dem Wirtschaftsplan der Universität.
Wer vertritt dort die Interessen der Studierenden?
Im Senat sind neben elf ProfessorInnen, drei wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und drei Beschäftigten aus Technik und Verwaltung auch vier Studierende vertreten, der AStA stellt ein beratendes Mitglied. Als Juso HSG stellen wir zur Zeit mit Patrick Hintze und Robin Wilharm zwei der vier studentischen VertreterInnen. Idealerweise agieren alle vier Studierenden-vertreterInnen geschlossen, um die anderen Statusgruppen von ihren Positionen zu überzeugen. Leider haben sich der AStA und vor allem der RCDS nur sporadisch an den Diskussionen beteiligt und insbesondere in der letzten Zeit durch Abwesenheit geglänzt.
Was macht die Juso HSG im Senat?
Die monatlichen Senatssitzungen umfassen in der Regel gut ein Dutzend Punkte, die die kurz- mittel- und langfristige Entwicklung der Universität betreffen. Aus Sicht der Studierenden waren die die Studiengebühren ersetzenden Kompensationsmittel des Landes, Härtefallregelungen bei auslaufenden Studiengängen, das Projekt Campus-Management, Berufungsverfahren, das Zeitfenstermodell, die zukünftige Organisation der Lehrerbildung und die Zukunft der Kommunikationswissenschaft die wichtigsten Themen der letzten Legislaturperiode. In all diese Punkten haben wir uns eingearbeitet, die studentischen Positionen erarbeitet und im Senat artikuliert. Dabei lassen wir uns grundsätzlich von unseren Vorstellungen von guter Lehre leiten. Darüber hinaus ist Patrick als stellvertretender Vorsitzender (eine Position, die in Westdeutschland sonst noch keinE StudierendeR erreicht hat) fortwährend in viele weitere Besprechungen und Gremien eingebunden, um die Senatssitzungen vorzubereiten. Robin engagiert sich derweil als Koordinator für die zahlreichen StudierendenvertreterInnen in den Senatskommissionen und Beiräten.
Welche Pläne hat die Juso HSG für die kommende Legislatur?
Wegen der Fülle der Themen können StudierendenvertreterInnen im Senat auf neue Themen häufig nur reagieren anstatt zu agieren und Themen zu setzen. Dennoch haben wir es geschafft in vielen Bereichen Akzente zu setzen. Daher haben wir uns für die nächste Legislaturperiode neue Ziele für die Arbeit im Senat gesteckt und versprechen Euch, dass wir auch in 2012 keine Mühen scheuen werden, diese Umzusetzen oder zumindest auf die Agenda der Hochschule zu bringen. Zu diesen Zielen gehören u.a. ein Umdenken in der Berufungspolitik, Gute Lehre in den Mittelpunkt zu stellen, das neue Hochschulgesetz umzusetzen und uneingeschränkte Transparenz unsere Arbeit im Senat.
Wir haben versucht diese Kurzform des Kapitels Der Senat – echte studentische Interessenvertretung übersichtlich zu halten. Bitte nehmt Euch die Zeit und lest das gesamte Kapitel über unsere bisherige Arbeit und unsere zukünftigen Pläne für den Senat. Das gesammte Kapitel findet Ihr hier.
Ihr könnt Eure Stimme für die Senatswahlen noch bis Donnerstag 16 Uhr abgeben. Alle Fragen zur Wahl beantworten wir hier.










