Evaluation der Lehre – Damit sich Qualität durchsetzt
Die Einführung der konsekutiven Bachelor-/Master-Studiengänge hat auch hinsichtlich der Bewertung der Lehre zu einem Umdenken geführt. Das Urteil der Studierenden soll durch das Aufzeigen von Stärken und Schwächen einer Lehrveranstaltung als Gradmesser für vermeintlich gute Lehre begriffen werden. Auf diese Weise dienen sie auch als eine tatkräftige Unterstützung bei der zukünftigen Gestaltung von Lehrveranstaltungen, indem sie explizit sowohl auf Kritikwürdiges als auch auf Verbesserungspotenziale aufmerksam machen können. Die Dozierenden müssen sich demnach nur noch die gewonnenen Erkenntnisse zu Nutze machen, um ihre Lehrveranstaltungen zu optimieren.
Dem Ziel der Qualitätsverbesserung in der Lehre werden diese allerdings häufig nicht ansatzweise gerecht. Zwar werden Semester für Semester Daten von den Studierenden erhoben, sichtbare Konsequenzen bleiben jedoch in der Regel aus. Wir fordern eine kontinuierliche und vor allem ganzheitliche Evaluation, die die Ergebnisse transparent darstellt. Schwächen müssen benannt und im Interesse der Studierenden gelöst werden.
Das Instrument Lehrevaluation darf demnach nicht nur symbolpolitisch genutzt werden. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass die Evaluation einer methodischen Generalüberholung unterzogen wird. Ihre bisherige Fixierung auf einzelne Lehrveranstaltungen ist zu Gunsten einer modul- und studiengangsbezogenen Betrachtung aufzugeben. Darüber hinaus sollten nicht nur Studierende, sondern auch die Lehrenden befragt werden, um beide Sichten nebeneinander stellen zu können und gleichzeitig die Akzeptanz für das Instrument zu erhöhen. Die Reformüberlegungen, die auf der Ebene des Senats und im Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung angestellt worden sind, begrüßen wir. Wir wollen diesen Reformprozess als Juso HSG kritisch begleiten und mitgestalten.





