Gleichstellung – Weg mit der gläsernen Decke

Mit knapp 53 % aller AbsolventInnen sind die Studentinnen an unserer Hochschule erfolgreicher im Studium als ihre männlichen Kommilitonen. Im krassen Gegensatz dazu steht der Frauenanteil unter dem wissenschaftlichen Personal unserer Hochschule: Nur knapp 17 % der ProfessorInnen sind Frauen, damit zeigt besonders diese Statusgruppe einen eklatanten Mangel auf.

Obwohl das schon besser als der bundesweite Schnitt (15,1 %) ist, muss auch hier eine Geschlechtergerechtigkeit hergestellt werden. Für uns als Juso HSG ist klar: Um eine höchstmögliche Spannweite gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Interessen umsetzen zu können und eine möglichst breite wissenschaftliche Ausbildung und Forschung zu erreichen, ist es unerlässlich, dass mehr Frauen in Forschung, Lehre und Verwaltung unserer Hochschule tätig werden. Wir fordern mehr Berufungen von Professorinnen in hoch dotierte Stellen, aber auch eine vermehrte Einstellung von Frauen in den akademischen Mittelbau. Noch unerfreulicher ist die Frauenquote in den Führungsebenen und Gremien der Hochschule, sei es bei Hochschulleitung, sei es in den Dekanaten oder sei es in den Instituten. Der Fakt kann nicht außer Acht gelassen werden, dass in einer stark männlich dominierten Umgebung, wo Männer über die Einstellung von KandidatInnen entscheiden, bevorzugt Männer eingestellt werden. Wir fordern hier schnell Abhilfe zu schaffen mit fairen Einstellungsverfahren, so dass in ein paar Jahren das Geschlecht keine Rolle mehr bei der Einstellung von neuen MitarbeiterInnen spielt. Des Weiteren fordern wir die Hochschule dazu auf, den zentralen Rahmenplan und die dezentralen Frauenförderpläne stärker zu konkretisieren und schneller durchzusetzen.

Aber auch Studentinnen müssen weiter gezielt gefördert werden. Die Hochschule  muss die Chancen für Studentinnen erhöhen, ein gutes Studium in allen Fachrichtungen absolvieren zu können und nach einem qualifizierten Studium auch weiter in eine akademische Laufbahn zu kommen. Gerade auf die Bedürfnisse von Promotionsstudentinnen muss hier stärker eingegangen werden, um den Anteil an Frauen in Forschung und akademischem Mittelbau erhöhen zu können. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass die Gleichstellung in der Hochschule vorangetrieben wird – für eine geschlechtergerechte Hochschule.

An einer Hochschule, wie der unseren, die einen Ausländeranteil von 11,5 % hat und einen weitaus größeren Anteil an Studierenden mit Migrationshintergrund, muss dringend mehr auf die Belange dieser KommilitonInnen geachtet werden. Häufig bleiben sie in ihren eigenen Gruppen. Wir fordern mehr für den Einbezug der Studierenden aus dem Ausland in den Hochschulalltag zu tun und wollen uns aktiv dafür einsetzen!

Genau wie beim Frauenanteil unter den WissenschaftlerInnen und DozentInnen ist auch hier auffällig wie wenig diese beiden Gruppen vertreten sind. Im Rahmen eines erfolgreichen Diversity Managements fordern wir in diesem Bereich rasche Nachbesserung.