(Hochschul-)Politische Bildung
Politische Bildung ist eines der wichtigsten Themen in unserer Gesellschaft. Nur sie ermöglicht den Menschen einen grundsätzlichen Zugang zu den politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen auf jeder Ebene und befähigt zu notwendigem zivilgesellschaftlichem Engagement. Umso dramatischer ist es, dass gerade unsere Hochschule eher selten mit Politik jeglicher Art in Berührung kommt, was nicht bedeuten soll, dass es keine Veranstaltungen hierzu gibt: Experten werden zu aktuellen und wissenschaftlichen Themen eingeladen, es gibt organisierte Fachschaften, Hochschulgruppen parteipolitischer und gewerkschaftlicher Art sowie Interessengruppen wie amnesty international, kulturelle Organisationen wie zum Beispiel internationale Hochschulgruppen, Initiativen wie die localheroes, Bündnisse wie die AG Bildungsstreik u.v.m.
Wieso nutzt man also nicht bereits existierende Plattformen dieser und anderer Art, um diese Arbeit dadurch zu unterstützen? Beispielsweise durch das kostenfreie Anbieten von Räumlichkeiten und Werbemitteln, um Veranstaltungen an der Hochschule zu ermöglichen. Wir sind an dieser Hochschule durch das StuPa organisiert und wählen mit entsprechenden Mehrheiten den AStA, so dass man nicht davon sprechen kann, die Hochschule habe nicht die entsprechenden Instrumente und Möglichkeiten, um den Studierenden Alternativen für eine politische Partizipation zu bieten. Der AStA hat u.a. die Aufgabe, diese und andere Formen der politischen Kultur zu unterstützen und sie selbst zu gestalten: Er kann vergünstigte Bildungsfahrten organisieren, beispielsweise nach Berlin, Brüssel oder Karlsruhe. Die Studierendenvertretung hat auch die Möglichkeit, die Politik zu uns nach Duisburg-Essen zu holen: Podiumsdiskussionen über Themen die direkt oder indirekt Entscheidungen an der Hochschule betreffen oder aktuelle tagespolitische Themen. Zu den Veranstaltungen könnten nicht nur PolitikerInnen, sondern auch unsere DozentInnen aus wissenschaftlicher Perspektive referieren und dabei mit Studierenden in einen Diskurs treten. Der AStA sollte im Rahmen des Referats für politische Bildung für alle zugelassenen Listen Möglichkeiten zur Partizipation in Form von politischen Aktionen und Veranstaltungen bereitstellen. Wessen Positionen zukünftig wahrgenommen werden sollen, dessen Engagement sollte nicht ungenutzt bleiben.
Wir als Juso HSG fordern einen AStA, der diese und andere Formen von organisierten Studierenden mit offenen Armen empfängt und nicht darauf wartet, dass jemand zu ihnen geht; wir wollen einen aktiven AStA, der an Zusammenarbeit interessiert ist und finanzielle sowie technische Mittel zur Verfügung stellt, um Mobilisierung und Werbung für Organisationen zu ermöglichen, damit die politische Bildung nicht an Euch vorbeigeht, sondern mit Euch stattfindet!





