Sozialpolitik
Eines der Kernthemen unserer Arbeit als Juso HSG ist die soziale Hochschule. Benachteiligungen treffen gerade Studierende mit Kind, mit Behinderung, mit Migrationshintergrund oder mit einem schwächeren finanziellen Hintergrund. Diese Problematik führt nicht selten zu einer Studienzeitverlängerung oder sogar zum Studienabbruch.
Beratungsleistungen und Härtefallausschuss
Als erste Anlaufstelle für Studierende in Notlagen dienen die Beratungsangebote des Studentenwerks, des Akademischen Auslandsamtes und des Akademischen Beratungszentrums. Daneben bietet auch der AStA eine regelmäßige Sozialberatung an, die von vielen Studierenden in Anspruch genommen wird. Zusätzlich verfügt das StuPa seit Einführung der Studiengebühren über einen Härtefallausschuss, an den sich Studierende mit einem Härtefallantrag wenden können. Solche Anträge können mit dem Referat für Sozialpolitik erarbeitet und eingereicht werden. Der Ausschuss gewährt Zuschüsse oder einmalige Förderungen an Studierende in Notlagen bis zur Maximalhöhe des kompletten Studienbeitragssatzes für ein Semester. Leider hat der Ausschuss immer noch keinen eigenen festen Haushalt, so dass ständige Unklarheit darüber besteht, wie viele Studierende tatsächlich gefördert werden können. Wichtig ist die Arbeit vor allem für viele ausländische Studierende, die, wenn sie aus einer Notlage heraus nicht die Gebühren aufbringen können, von der Abschiebung bedroht sind. Um diesen und auch allen anderen Studierenden in akuter finanzieller Schieflage eine vorübergehende Perspektive bieten zu können, muss dieser Ausschuss weiterhin in der Lage sein, seine Hilfe anzubieten und mit einer guten finanziellen Ausstattung versehen werden. Als Juso HSG fordern wir eine Ausweitung der Beratungsangebote, eine bessere Kooperation und Koordination des AStA mit den universitären Anlaufstellen, eine Aufnahme des Härtefallausschusses in die Satzung der Studierendenschaft und einen klar festgelegten Haushalt für den Ausschuss.
Universitätsstiftung
Die aus Studiengebühren finanzierte Universitätsstiftung Duisburg-Essen unterstützt mit Sozialstipendien (max. BAföG-Höchstsatz) finanziell schwache Studierende. Förderungswürdige Studierende werden leistungsunabhängig vom Akademischen Auslandsamt, dem Studentenwerk oder dem Studierendensekretariat vorgeschlagen. Mitglieder der Juso HSG engagieren sich schon heute im Kuratorium der Stiftung. Sie arbeiten auf eine Ausweitung des Stipendienprogramms hin, das zumindest in Ansätzen die Möglichkeit bietet, die soziale Selektivität von Studiengebühren einzudämmen. Auch nach einer möglichen Abschaffung der Studiengebühren durch eine neue Landesregierung fordern wir den Erhalt der Universitätsstiftung aus Landesmitteln.
Studierende mit Kind
Etwa sieben Prozent der Studierenden unserer Hochschule müssen sich neben dem Studium noch um ein Kind kümmern. Von Seiten des AStA gibt es am Campus Essen für studierende Mütter und Väter das Projekt Krabbelburg, damit diese während der Vorlesungszeiten gemeinschaftlich ihre Kinder betreuen lassen können. Zusätzlich bietet das Studentenwerk an beiden Campi Kindertagesstätten für Studierende an. Das Fehlen einer Krabbelburg in Duisburg kann durch diese allerdings nicht ausreichend kompensiert werden. Wir fordern eine Ausweitung des Betreuungsangebots, sowohl was die Anzahl der Betreuungsplätze angeht, als auch flexiblere Zeiten, die unerlässlich für Eltern sind, um ein Studium erfolgreich zu absolvieren. Im AStA werden wir uns als Juso HSG sowohl innerhalb der Hochschulverwaltung als auch der Studierendenschaft dahingehend einsetzen.





